Jeersdorfer Bogenschützen

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Die Meisterschaftsrunde Feldbogen war in diesem Jahr coronabedingt sehr besonders...
Die Landesverbandsmeisterschaft des NSSV fiel mangels Ausrichter ganz aus, so dass man sich mit seinen Kreismeisterschaftsergebnissen für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft qualifizieren musste.

Aus unserem Verein schafften dies vier Feldbogenschützen: Rainer (Masterklasse Recurve), Maggie (Damenklasse Recurve), Jürgen (Masterklasse Blankbogen) und Uschi (Damenklasse Blankbogen). Insgesamt qualifizierten sich 227 Schützen aus ganz Deutschland in 13 verschiedenen Wettkampfklassen und -disziplinen. Schon allein die Qualifikation erreicht zu haben, ist für jeden Schützen etwas ganz Besonderes!
Eine Woche vor der Deutschen Meisterschaft stand die DM Feldbogen dann aus einem ganz anderen Grund auf der Kippe: Einzelne Gebiete in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz wurden von zum Teil verheerenden Überschwemmungen verwüstet. Auch ein Ortsteil von Trier war betroffen, und so mussten die Trierer Bogenschützen die schwierige Entscheidung treffen, ob sie die DM ausrichten können und wollen. Aber da der Parcours nicht direkt von den Unwettern betroffen war und schon Wochen vorher mühevoll von den Ausrichtern aufbebaut und hergerichtet wurde, entschieden sich die Verantwortlichen, diese Meisterschaft nicht auch noch ausfallen zu lassen.

Bereits am Freitag reisten unsere Schützen mit einem von der Fa. Poort-Bau zur Verfügung gestellten Mercedes-Kleinbus an. Dieser machte uns die doch recht lange Anfahrt um einiges leichter und es war auch kein Problem, die komplette Ausrüstung mitzubekommen, die man als Feldbogenschütze benötigt.

Am Samstagmorgen waren Maggie und Rainer am Start, bereits ab sieben Uhr fand die Bogenkontrolle und das anschliessende Einschießen statt. Es folgte die Einteilung der Schützen sowie die Begrüßung und dann wurden die Gruppen zu ihren Startscheiben im Parcours begleitet. Kurz bevor es dann mit dem Wettkampf losgehen sollte, begann ein heftiges Gewitter... Um niemanden zu gefährden, mussten alle Schützen den Wald verlassen und sich in ihren Fahrzeugen oder beim Vereinshaus in Sicherheit bringen. So vergingen ca. zwei Stunden; das Gewitter und heftiger Starkregen ließ keinen Start zu. Das Wetter wurde dann zwar besser, aber für den Nachmittag war schon das nächste Unwetter vorhergesagt und es war sicher, dass die Schützen bis dahin noch nicht wieder aus dem Parcours zurück sein würden. Daher entschieden sich die Verantwortlichen, die geplante DM abzusagen und auf anderem Wege die Deutschen Meister dieses Wettkampftages zu ermitteln: Jeder Schütze sollte auf dem Einschießplatz die bekannte Runde schießen, also jeweils drei Pfeile auf 12 Scheiben, die in einer Entfernung von 10 bis 60 Metern aufgestellt waren. Das war zwar besser als gar nichts, aber durch die große Anzahl der Schützen gab es jede Menge Wartezeit für die einzelnen Gruppen. Zusätzlich erschwerend kam noch das ungewohnte Gedränge und das schräge Gelände dazu, damit hatten die meisten doch mehr oder weniger zu kämpfen. Unsere beiden Schützen schlugen sich dennoch wacker, Maggie erreichte in ihrer Klasse den elften Platz und schrammte somit nur knapp an den TopTen vorbei. Und auch Rainer war mit dem 14. Platz in seiner Klasse mehr als zufrieden!

Am nächsten Tag hatte sich das Wetter glücklicherweise beruhigt und so konnte die „normale“ Meisterschaft durchgeführt werden. Für Jürgen und Uschi, die beide zum ersten Mal mit dem Blankbogen bei einer DM Feldbogen am Start waren, stand somit ein aufregender und anstrengender Wettkampf in einem sehr anspruchsvollen Parcours an. Glücklicherweise hatten beide Spikes für ihre Schuhe dabei; ohne diese wäre der Parcours, der vom Vortag teilweise noch sehr durchweicht war, kaum zu bewältigen gewesen. Jeder Schütze ging mit seiner Vierergruppe von einer Scheibe zur nächsten und absolvierte so insgesamt 24 Scheiben. Die Hälfte der Scheiben stand auf unbekannten Entfernungen, die von den Schützen geschätzt werden musste, zusätzlich erschwerend standen die Ziele in Winkeln bis zu 45 Grad Gefälle oder Steigung! Das Gelände war für unsere Schützen absolut beeindruckend, und auch Maggie und Rainer, die bei einigen der Scheiben zuschauen durften, waren überwältigt; wie gerne hätten sie hier doch auch geschossen...

Jürgen erreichte eine beachtliche Ringzahl, mit der er sich im stärksten Teilnehmerfeld, der Masterklasse Blankbogen, auf dem 32. Platz behaupten konnte. Uschi belegte in ihrer Klasse den 11. Platz. Beide waren sehr glücklich, dass sie den Parcours in Trier schießen durften und nahmen jede Menge Erfahrung mit nach Haus.

Deutsche Meisterschaft  Feldbogen
am 24./25. Juli 2021 in Trier (Rheinland-Pfalz)

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